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Peter

Der wahre Optimist glaubt nicht, dass alles gut geht, sondern nur, dass nicht alles schief geht.

Den Anfang machte mein älterer Bruder. Er brachte mir aus einem Urlaub in Spanien eine Gitarre mit. Ich war 13 und merkte schnell, dass ein paar Zupfer auf den Saiten bei den Mädels echt gut ankamen. Mein Klassenkamerad Dietmar brachte mir nach und nach ein paar Akkorde bei, und schon konnte ich bei „Blowin’ in the wind“, „House of the rising Sun“ und „La poupet qui fait non“ zumindest teilweise mitspielen. Beim Abiball spielte ich dann in der Klassenband (wie auch in einer Vorstadt-Band) den Bass, und danach kam eine lange Phase während Studium und Beruf, in der ich mich vom Bass verabschiedete und mich alleine mit Fingerpicking, Elektrogitarre und anderem technischen Schnickschnack  zum Zeitvertreib beschäftigte.

Anfang der 90er lernte ich im Urlaub einen begnadeten Sänger und Stimmen-Imitator kennen, der sich leider dem deutschen Schlager verschrieben hatte. Mit meiner Akustikgitarre versuchte ich ihn und seine Ein-Finger-Automatik-Orgel zu begleiten, was nicht besonders gut klappte. Also legte ich mir auch so ein Keyboard zu und lernte die ersten Etüden auf den schwarz-weißen Tasten. Ein paar Zwei-Unterhalter-Auftritte in Dortmunder Vorstadtkneipen folgten und wir verloren uns aus den Augen.

Anfang der 2000er dann schließlich das bis Heute wegweisende Erlebnis. Meine Frau und ich kamen nach einer erfolgreichen Shoppingtour durch Dortmund wieder nach Hause; kurz vor der Haustür entschieden wir, noch für ein Kaltgetränk in die gegenüber liegende Gaststätte zu gehen. Wie so oft war dort gerade nichts los. Allerdings packte gerade ein Gast eine Gitarre aus und sang durchaus ansprechend ein paar Lieder. Wünsche wurden geäußert und erfüllt, nur „House of the rising Sun“ konnte er nicht! Das war meine Stunde! Ermutigt durch mein mittlerweile drittes oder viertes Kaltgetränk bot ich an zu übernehmen. Und es klappte wie damals: Text, Akkorde, alles noch voll präsent. Ich hatte auf einmal wieder richtig Spaß an Musik.

Jetzt wurden Kindheitsträume erfüllt, u.a Ovation-Gitarren. Eine 6- und eine 12-saitige mussten es schon sein. Ich begann Gesangsunterricht zu nehmen. Und ich startete meine Lehrjahre in verschiedenen Coverbands. In dieser Zeit sollte mal unbedingt „Black Magic Woman“ gespielt werden, ohne Orgel schlecht machbar. Ich erinnerte mich an mein altes Keyboard auf dem Dachboden und spielte ich ab jetzt neben Gitarre auch mehr und mehr auf den schwarz-weißen Tasten. Und neben Gesangs- kam noch parallel Klavierunterricht hinzu.

Nach insgesamt 12 Jahren in der Musikschule habe ich aufgehört, Unterricht zu nehmen. Meinem Interesse an klassischer Musik fröne ich seit Anfang 2018 jetzt aktiv im Dortmunder Kammerchor, eine echt starke Truppe.

Und zur Zeit basteln wir gerade erfolgreich an der dritten Version der Coverband „Levels Of Grey“. So, wie es sich jetzt anlässt, liegen schöne, erfreuliche, anspruchsvolle und musikalisch weiterführende Jahre vor uns. Darauf freue ich mich. Glück Auf!

2019 © LevelsOfGrey